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    Förderungen
    auch: Wohnbauförderung der Länder

    Wohnbauförderung

    Die Wohnbauförderung ist eine staatliche Unterstützung der Bundesländer für die Schaffung oder Sanierung von Wohnraum.

    Was ist Wohnbauförderung?

    Wohnbauförderung bezeichnet finanzielle Unterstützungen oder zinsgünstige Darlehen, die von öffentlichen Stellen, primär den Bundesländern in Österreich, vergeben werden, um den Bau, Kauf, die Sanierung oder die Modernisierung von Wohnraum zu erleichtern. Das Ziel ist es, leistbares Wohnen zu ermöglichen, die Qualität des Wohnbestandes zu verbessern und spezifische politische Ziele wie Energieeffizienz oder Barrierefreiheit zu fördern. Die konkreten Fördermaßnahmen und deren Voraussetzungen variieren je nach Bundesland erheblich.

    Bedeutung in Österreich

    In Österreich ist die Wohnbauförderung eine Angelegenheit der einzelnen Bundesländer, was sich in neun unterschiedlichen Wohnbaufördergesetzen (WBFG der Länder) widerspiegelt. Jedes Bundesland hat eigene Richtlinien, Förderkriterien, Zinssätze und Laufzeiten. Dies kann die Übersichtlichkeit erschweren, bietet aber auch die Möglichkeit, auf regionale Besonderheiten einzugehen. Grundsätzlich gibt es Förderungen für den Neubau, den Kauf von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen, die umfassende Sanierung von Bestandsimmobilien und oft auch für ökologische Maßnahmen oder Maßnahmen zur Reduktion von Barrieren. Die Förderungen können in Form von Annuitätenzuschüssen, einmaligen Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen erfolgen. Ein wesentliches Kriterium ist oft ein bestimmtes Einkommenslimit (Haushalts- oder Familieneinkommen), das nicht überschritten werden darf, um eine soziale Komponente der Förderung sicherzustellen.

    Praxisbeispiel

    Eine junge Familie in Salzburg möchte ein neues Haus bauen. Sie informieren sich über die Wohnbauförderung des Landes Salzburg. Dort erfahren sie, dass sie unter bestimmten Einkommensgrenzen liegen müssen und das Haus bestimmte Energiekriterien erfüllen muss, um in den Genuss eines zinsgünstigen Darlehens oder eines Annuitätenzuschusses zu kommen. Sie reichen die erforderlichen Unterlagen (Einkommensnachweise, Pläne des Hauses, Energieausweis) bei der zuständigen Förderstelle des Landes ein und erhalten nach Prüfung eine Zusage für eine Förderung, die einen Teil der Finanzierungskosten übernimmt oder die monatliche Belastung senkt.

    Worauf Sie achten sollten

    Da die Wohnbauförderung Ländersache ist, ist es unerlässlich, sich direkt bei der zuständigen Stelle Ihres Bundeslandes oder Ihrer Gemeinde über die aktuellen Richtlinien zu informieren. Die Voraussetzungen, Förderhöhen und sogar die Ansprechpartner können sich rasch ändern. Beginnen Sie frühzeitig mit der Recherche, da die Beantragung oft vor Baubeginn oder Kaufvertragunterzeichnung erfolgen muss. Beachten Sie die Einkommensgrenzen, die objektspezifischen Anforderungen (z.B. Energieeffizienzstandards) und mögliche Rückzahlungsverpflichtungen bei Nichteinhaltung der Förderbedingungen. Ein Vergleich der Angebote der Bundesländer ist nicht notwendig, da die Förderung an den Standort des Objektes gebunden ist.

    Rechtliche Grundlagen

    • • WBFG der Länder

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