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    Konditionen
    auch: gebundener Sollzinssatz, fester Zinssatz

    Fixzins

    Ein Fixzins ist ein für eine definierte Laufzeit festgeschriebener Kreditzinssatz, der finanzielle Planungssicherheit bietet.

    Was ist ein Fixzins?

    Ein Fixzins, auch fester Zinssatz genannt, ist ein Kreditzinssatz, der für eine im Voraus vereinbarte Periode (die Zinsbindungsfrist) unverändert bleibt. Diese Zinsbindungsfrist kann je nach Kreditangebot und Kundenwunsch zwischen wenigen Jahren und der gesamten Kreditlaufzeit liegen. Der große Vorteil eines Fixzinskredits liegt in der Planungssicherheit: Die monatlichen Raten bleiben während der Fixzinsperiode konstant, unabhängig von Schwankungen auf dem Kapitalmarkt. Dies schützt den Kreditnehmer vor steigenden Zinsen, schließt aber auch die Möglichkeit aus, von sinkenden Zinsen zu profitieren.

    Bedeutung in Österreich

    In Österreich ist der Fixzins eine beliebte Option bei der Immobilienfinanzierung, insbesondere in Zeiten von Zinsunsicherheit oder wenn Kreditnehmer eine maximale Planbarkeit ihrer monatlichen Belastungen wünschen. Das Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz (HIKrG) regelt die Vergabe von Fixzinskrediten und schreibt umfassende Informationspflichten für Kreditgeber vor. Banken müssen Konsumenten transparent über die Funktionsweise, die Vor- und Nachteile sowie die Kosten eines Fixzinskredits aufklären. Ein wesentlicher Aspekt des HIKrG ist die Regelung zur Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückzahlung, die bei Fixzinskrediten unter Umständen höher ausfallen kann als bei variablen Krediten, jedoch gesetzlich gedeckelt ist (§ 16 Abs. 1 HIKrG). Nach Ablauf der Fixzinsperiode kann der Kredit in der Regel zu einem variablen Zinssatz weitergeführt oder eine neue Fixzinsperiode vereinbart werden. Kreditnehmer können auch eine Umschuldung in Betracht ziehen.

    Praxisbeispiel

    Ein junges Ehepaar nimmt einen Immobilienkredit über 350.000 Euro auf und entscheidet sich für eine Fixzinsperiode von 10 Jahren bei einem Zinssatz von 3,00 %. Dies bedeutet, dass ihre monatliche Kreditrate für die nächsten 10 Jahre unverändert bleibt, unabhängig davon, ob die Marktzinsen in diesem Zeitraum steigen oder fallen. Nach Ablauf der 10 Jahre wird die Bank dem Ehepaar ein neues Angebot unterbreiten, das entweder eine Fortführung zu einem variablen Zinssatz oder zu einem neuen Fixzins vorsieht. Zu diesem Zeitpunkt könnten sie auch entscheiden, den Kredit bei einer anderen Bank umzuschulden, falls die Konditionen günstiger sind.

    Worauf Sie achten sollten

    Prüfen Sie sorgfältig, welche Fixzinsperiode für Ihre individuelle Situation am besten geeignet ist. Eine längere Fixzinsperiode bietet mehr Sicherheit, ist aber oft mit einem etwas höheren Zinssatz verbunden als kürzere Bindungen. Klären Sie mit Ihrer Bank genau ab, welche Optionen nach Ablauf der Fixzinsperiode bestehen. Informieren Sie sich explizit über die Möglichkeit und die Kosten einer vorzeitigen Rückzahlung beziehungsweise Sondertilgung, da hier unter Umständen eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen kann. Vergleichen Sie Angebote verschiedener Kreditinstitute, um die besten Konditionen für Ihre Fixzinsfinanzierung zu erhalten. Das ESIS-Merkblatt, das Ihnen die Bank aushändigen muss, enthält alle relevanten Informationen transparent aufbereitet.

    Rechtliche Grundlagen

    • • § 16 HIKrG

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