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    Bonität
    auch: Kreditwürdigkeit

    Bonität

    Die Bonität ist die finanzielle Fähigkeit und Bereitschaft einer Person, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

    Was ist Bonität?

    Bonität, auch Kreditwürdigkeit genannt, ist ein entscheidender Faktor im Finanzwesen. Sie beschreibt die Fähigkeit und die Bereitschaft einer natürlichen oder juristischen Person, ihre finanziellen Verpflichtungen, insbesondere Kreditraten, pünktlich und vollständig zu erfüllen. Die Bonität ist somit eine Einschätzung des Risikos, das ein Kreditgeber eingeht, wenn er einem Kreditnehmer Geld zur Verfügung stellt.

    Bedeutung in Österreich

    In Österreich prüfen Kreditinstitute die Bonität potenzieller Kreditnehmer umfassend, bevor sie Kredite vergeben. Dies dient sowohl dem Schutz des Kreditgebers als auch dem Schutz des Kreditnehmers vor Überschuldung. Die rechtliche Grundlage für diese Prüfung findet sich unter anderem im Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz (HIKrG) und im Konsumentenschutzgesetz (KSchG). Gemäß § 7 HIKrG sind Kreditgeber sogar gesetzlich verpflichtet, die Kreditwürdigkeit des Verbrauchers vor Abschluss eines Hypothekar- oder Immobilienkreditvertrags zu prüfen. Dabei werden verschiedene Faktoren wie Einkommen, Haushaltsausgaben, Beschäftigungsverhältnis, Sicherheiten und das Zahlungsverhalten in der Vergangenheit berücksichtigt. Eine zentrale Rolle spielen dabei auch Abfragen bei Auskunfteien wie dem Kreditschutzverband von 1870 (KSV 1870).

    Praxisbeispiel

    Ein Ehepaar möchte einen Immobilienkredit bei ihrer Bank aufnehmen. Die Bank wird im Rahmen der Bonitätsprüfung eine detaillierte Haushaltsrechnung erstellen, in der sämtliche Einkünfte (Gehälter, Mieteinnahmen) den Ausgaben (Mieten, Betriebskosten, Lebenshaltungskosten, bestehende Kreditraten) gegenübergestellt werden. Zudem wird sie Einsicht in die Beschäftigungsverhältnisse nehmen und eventuell eine Abfrage beim KSV 1870 durchführen, um sicherzustellen, dass keine negativen Zahlungserfahrungen in der Vergangenheit bestehen. Basierend auf diesen Informationen entscheidet die Bank, ob und zu welchen Konditionen der Kredit vergeben werden kann.

    Worauf Sie achten sollten

    Eine gute Bonität ist für die Aufnahme von Krediten unerlässlich. Achten Sie auf ein stabiles Einkommen, eine geringe Verschuldung und ein tadelloses Zahlungsverhalten. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Daten bei Auskunfteien wie dem KSV 1870, um mögliche Fehler korrigieren zu lassen. Vor der Kreditbeantragung können Sie durch das Einholen von Gehaltsbestätigungen, Einkommensnachweisen und der Zusammenstellung Ihrer Ausgaben die Bonitätsprüfung beschleunigen. Bedenken Sie, dass eine unzureichende Bonität zu einer Ablehnung des Kreditantrags oder zu ungünstigeren Kreditkonditionen (z.B. höheren Zinsen) führen kann.

    Rechtliche Grundlagen

    • • § 7 HIKrG
    • • § 20 KSchG

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